Einfluss von Vorschäden auf die Schadenabwicklung

7. November 2018
rb_admin

Kfz-Ingenieurbüro Boskovski in Düsseldorf
Grund­sätz­lich steht Ihnen als geschä­dig­ten Ver­kehrs­teil­neh­mer die kom­plet­te Ersatz­leis­tung für den ent­stan­den Scha­den an Ihrem Fahr­zeug zu. Was im Nor­mal­fall recht ein­deu­tig defi­niert ist, kann im Fal­le von Vor­schä­den am Fahr­zeug, zu ernst­haf­ten Kom­pli­ka­tio­nen bei der Scha­den­ab­wick­lung füh­ren.

Bei der Auf­nah­me eines Fahr­zeug­scha­dens ste­hen Sie zunächst in der Pflicht, dem prü­fen­den Gut­ach­ter wahr­heits­ge­mäß alle Vor­schä­den zu nen­nen. Ein Ver­schwei­gen kann einer­seits die Regu­lie­rung des aktu­el­len Scha­dens ungül­tig machen und unter Umstän­den sogar straf­recht­li­che Fol­gen nach sich zie­hen. Beden­ken Sie dabei, dass Ver­si­che­rung durch das bun­des­wei­te „Hin­weis- und Infor­ma­ti­ons­sys­tem der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft“ mit­ein­an­der ver­bun­den sind, in wel­chem sämt­li­che gemel­de­ten Ver­si­che­rungs­fäl­le doku­men­tiert und ein­seh­bar sind.

Doch selbst wenn Sie als Geschä­dig­ter Ihren Gut­ach­ter auf alle Vor­schä­den auf­merk­sam gemacht haben, kommt es gele­gent­lich zur Ver­wei­ge­rungs­hal­tung sei­tens der geg­ne­ri­schen Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung, da Beschä­di­gun­gen pau­schal auf den frü­he­ren Unfall zurück­ge­führt wer­den. Ein Ihnen kos­ten­los zuste­hen­der Rechts­an­walt kennt die damit ver­bun­de­nen Fall­stri­cke und kann Ihnen bei der Durch­set­zung der Ihnen zuste­hen­den Rech­te wei­ter­hel­fen.

Kann der älte­re Scha­den durch das aktu­el­le Gut­ach­ten ein­deu­tig vom neu­en Scha­den abge­grenzt wer­den, dür­fen bei der Ermitt­lung der Repa­ra­tur­kos­ten kei­ne Abstri­che sei­tens der geg­ne­ri­schen Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung gemacht wer­den, unab­hän­gig davon, ob der Vor­scha­den besei­tigt ist oder nicht. Kommt es jedoch zu einem neu­en Scha­den an genau der­sel­ben, jedoch repa­rier­ten Stel­le am Fahr­zeug, obliegt Ihnen als Geschä­dig­tem die Nach­weis­pflicht der Kau­sa­li­tät zwi­schen dem aktu­el­len Unfall­ereig­nis und dem neu­en Scha­den, sowie die Nach­weis­pflicht der fach­ge­rech­ten Repa­ra­tur des Alt­scha­dens. Hier­bei kommt die Bedeu­tung der im vor­letz­ten Arti­kel ((Link)) bespro­che­nen Repa­ra­tur­be­stä­ti­gung ins Spiel, mit der Sie, abge­se­hen von Fotos, Zeu­gen­aus­sa­gen und Werk­statt­rech­nun­gen, Ihrer Beweis­pflicht voll­stän­dig nach­kom­men kön­nen.
Han­delt es sich jedoch um einen nicht repa­rier­ten Vor­scha­den an der­sel­ben, bereits beschä­dig­ten Stel­le, muss zur Bewer­tung der Scha­dens­hö­he eine ein­deu­ti­ge tech­ni­sche und rech­ne­ri­sche Abgren­zung zum neu­en Scha­den gemacht wer­den kön­nen.

Spre­chen Sie daher unbe­dingt beim Kauf eines Gebraucht­wa­gens den Ver­käu­fer auf Vor­schä­den an und las­sen sich die­se oder eine etwai­ge Unfall­frei­heit im Kauf­ver­trag fixie­ren. Damit ver­mei­den Sie künf­ti­ge Pro­ble­me bei der Abwick­lung von Unfall­schä­den.
Wir freu­en uns, wenn wir Ihnen als Kfz-Sach­ver­stän­di­ge in die­sen kom­pli­zier­ten Fäl­len mit unse­rer lang­jäh­ri­gen Erfah­rung wei­ter­hel­fen kön­nen. Spre­chen Sie uns an!

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